|
|
 |
 |
Diesmal
wache ich auf, weil mich etwas auf der Wange kitzelt. Vor Schreck
schlage ich danach. Ein dunkles
Srrruuummm ertönt
und kurz darauf ein Klatschen unmittelbar neben mir auf dem
Kopfkissen.
Mit dem nächsten Atemzug sitze ich kerzengerade im Bett.
Die Hummellibellenmistfliege rutscht in die Kuhle, die mein
Kopf im Kissen hinterlassen hat, und zappelt wild herum.
Ich beuge mich über sie und taste mit zitternden Fingern
nach dem Schalter der Nachttischlampe. Nun liegt sie mitten
im goldenen Schein auf dem Rücken. Ihre winzigen gelbgrünen
Augen funkeln.
„Tut mir leid“, krächze ich, fasse das Kissen an
den Ecken und schüttele das Tierchen auf die Matratze,
auf der es nun richtig herum landet. Zum Dank für meine
Hilfe erhebt es sich brummend in die Luft, klatscht mir gegen
die Nase und taumelt anschließend wie ein defekter Hubschrauber
auf das Laken zurück.
Halb erschrocken, halb angewidert springe ich aus dem Bett.
„Also, besonders gut fliegen kannst du ja nicht“, murmele
ich und werfe einen Blick auf die Uhr. Es ist kurz nach vier.
Das Brummeldings, oder was auch immer es sein mag, dreht sich
ein paarmal im Kreis und hält dann geradewegs auf mich
zu.
„Ich hab’s ja gewusst, du willst zu mir“, sage ich
und bewege mich nun – das komische Tier nicht aus den
Augen lassend - langsam rückwärts in Richtung Schreibtisch.
In der obersten Schublade bewahre ich meine Lupe auf. Sie vergrößert
alles, was man durch ihr dickes rundes Glas betrachtet, um
das Achtfache.
Meine Finger finden den Holzgriff, ziehen die Lade heraus und
wühlen sich durch allerlei Krimskram, bis ich schließlich
das kühle Metall der Lupe an meinen Kuppen spüre.
Umständlich fummele ich das Teil heraus. Es ist reine
Glückssache, dass
es nicht auf dem Boden, sondern tatsächlich
in meiner Hand landet.
Das Brummeldings hat inzwischen fast die Bettkante erreicht.
Ich strecke die Hand mit der Lupe weit von mir und mache einen
vorsichtigen Schritt in seine Richtung.
„Bleib einfach dort sitzen, hörst du“, flüstere
ich. „Ich möchte mir dich nämlich gern etwas
genauer ansehen, bevor ich entscheide, ob ich den Kammerjäger
alarmiere oder …“
Das Brummeldings brummt auf und macht einen kleinen Hüpfer.
Dann legt es die Flügel übereinander, so als wollte
es mir bedeuten, dass es mir ganz bestimmt nicht wieder ins
Gesicht flattern wird, und hebt den Kopf ein wenig an.
Völlig reglos bleibt es so sitzen.
Ich halte die Lupe über das Tierchen, nähere meinen
Kopf dem Glas und mache ich mich auf etwas absolut Horrormäßiges
gefasst. Doch das, was mir da in achtfacher Vergrößerung
mit einem treuherzigen Blinzeln entgegenblickt, ist alles andere
als gruselig.
Ich sehe ein plüschiges graugestreiftes Katzenköpfchen
mit freundlichen grüngelben Augen und einer leuchtend
rosa Nase, die von einer feinen schwarzen Linie umrandet ist.
Die hübsch geschwungenen Flügel sind hauchzart, und
als ich die Lupe ein wenig zur Seite neige, sehe ich, dass
sich darunter ein rundlicher Katzenkörper mit weißem
Bauch, samtigen Pfötchen und geringeltem Schwanz verbirgt.
„Beim todesfürchtigen Donnerschlag, bist du niedlich!“,
rufe ich entzückt.
Im selben Moment breitet das Nachtfalterkätzchen seine
Flügel aus, hebt vom Bett ab und braust zum Fenster hinüber.
„Bitte nicht!“, rufe ich, lasse die Lupe auf die Matratze
fallen und hechte ihm hinterher.
Das Kätzchen knallt gegen die Scheibe, purzelt rücklings
auf die Fensterbank und dreht sich unter lautem Getöse
im Kreis.
„Warte, ich helfe dir“, sage ich. „Aber du musst
mir versprechen, dass du nicht gleich wieder davonfliegst.“
Ich halte meine Hand an das Sims und schiebe das kleine Kerlchen
vorsichtig hinein. Doch genau in der Sekunde, als ich meine
Finger darum schließen will, hebt es brummselnd ab und
donnert erneut gegen die Scheibe.
„Und ich dachte, Katzen wären kluge Tiere“, murmele
ich grinsend. „Aber wahrscheinlich bist du es einfach
nicht gewöhnt, umherzufliegen.“
Ich bekomme ein hektisches Brummen zur Antwort, und ehe ich
mich versehe, braust das dumme Ding zum dritten Mal gegen das
verdammte Fensterglas.
„Okay, okay, ich mach dir auf“, gebe ich nach. Denn ich
will auf keinen Fall, dass diese kleine putzige Nachtfalterkatze
Schaden nimmt.
Als hätte sie mich auch diesmal verstanden, bleibt sie
ganz still und mit leicht erhobenem Kopf auf dem Sims sitzen
und wartet, bis ich den Griff umgelegt und das Fenster weit
geöffnet habe. Doch anstatt abzuheben und in die Nacht
hinauszuflattern, krabbelt sie nun bedächtig über
den Fensterrahmen hinweg und bleibt mit sanft vibrierenden
Flügeln auf dem Außensims stehen.
„Na, du weißt wohl auch nicht, was du willst“, sage
ich. „Rein oder raus?“
Das Kätzchen rührt sich nicht vom Fleck.
„Oder …“, beginne ich kopfschüttelnd, „könnte
es vielleicht sein, dass du mir etwas zeigen willst?“
Sofort wird das Flügelvibrieren heftiger.
Zum hinterlistigen Teufelsgesellen noch mal, wenn das kein
Zeichen ist! Dieses kleine Katzenwesen scheint mich tatsächlich
zu verstehen!
Mein Herz flattert vor Aufregung, als ich mich auf die Zehenspitzen
hebe und in den Garten hinunterspähe.
Der Wind hat inzwischen nachgelassen. Der Himmel ist nun sternenklar,
und der volle Mond steht direkt hinter dem Kirschbaum, so dass
dessen Blätter im weißen Licht geheimnisvoll schillern.
Außer dem Baum und seinem bizarren Schatten auf dem Boden
kann ich nichts Ungewöhnliches entdecken. Die Büsche
und Beete, die den Rasen umgeben und sich auch an der Hauswand
unterhalb meines Fensters entlangziehen, sind viel zu dicht
bewachsen, um etwas darunter erkennen zu können.
„Tut mir leid, ich sehe nichts“, sage ich.
Wieder bleibt das Nachtfalterkätzchen vollkommen reglos
auf der Simskante stehen und gibt nur ein hauchzartes, kaum
wahrnehmbares Surren von sich.
„Schnurrst du?“, frage ich leise.
Das Kätzchen dreht seinen Kopf und sieht mich an. In seinem
winzigen Gesichtchen lässt sich ohne Lupe kaum ein Mienenspiel
ausmachen, dennoch bilde ich mir ein, ein vorwurfsvolles Funkeln
in seinen gelbgrünen Augen zu erkennen.
„Entschuldigung“, murmele ich und beuge mich noch ein
Stück weiter vor, doch die Büsche und Beete bleiben
für die Sehkraft meiner Augen undurchdringlich. Schulterzuckend
wende ich mich wieder dem Kätzchen zu.
Es sieht mich noch immer unverwandt an und summt weiter.
„Srrr-Srrr-Srrr.“
Oh, ich glaube, jetzt kapiere ich!
„Du meinst, ich soll hinaus horchen?“
„Srrr-Srrr-Srrr“, ertönt es wie zur Bestätigung.
Ich klammere mich am Rahmen fest und lehne mich noch einmal
so weit wie nur irgend möglich aus dem Fenster, und da
endlich höre ich es: ein feines, herzzerreißend
klägliches Maunzen.
Bestürzt sehe ich das Nachtfalterkätzchen an. „Was
ist das?“
Diesmal bekomme ich keine Antwort.
„Okay“, sage ich. „Okay.“ Denn natürlich
weiß ich auch so, was ich jetzt zu tun habe. „Warte
du da draußen.“
Vorsichtig schließe ich das Fenster. Dann schlüpfe
ich in meinen Kapuzensweater, ziehe mir rasch ein Paar Strümpfe über
und husche in den Treppenflur.
Bis auf ein leises Schnarchen, das aus Harris‘ Zimmer
kommt, ist es vollkommen still im Haus. Das weiße Mondlicht,
das schräg durch das Glas der Sprossenhaustür fällt,
malt sechs helle langgezogene Rauten auf den Steinboden.
Wie der Blitz flitze ich die Treppe hinunter, drehe den Schlüssel
im Türschloss herum und tappe in den Vorgarten hinaus.
Da mein Zimmer auf der Rückseite des Hauses liegt, muss
ich ein ganzes Stück über den fahl erleuchteten Rasen
rennen und kann nur hoffen, dass mich niemand – weder
meine Eltern noch jemand aus der Nachbarschaft – bemerkt.
Als ich schließlich leise keuchend vor dem Beet voller
rosa blühender Stauden und Büsche ankomme und den
Blick erwartungsvoll auf mein Fenster richte, breitet das Nachtfalterkätzchen
seine Flügel aus und flattert schwerfällig zu mir
herab. Es landet auf meiner ausgestreckten Hand, lässt
sich von dort auf den Boden fallen und verschwindet flügelschlagend
unter einer Staude.
Ich gehe auf die Knie runter und biege die Blütenstängel
zur Seite.
Keine Ahnung, was ich erwartet habe – am ehesten wohl
noch ein zweites Nachtfalterkätzchen, das sich in einer
misslichen Lage befindet, aber ganz sicher kein schneeweißes,
flaumweiches Katzenjunges, dessen rechte Hinterpfote unter
dem Kupferdraht einer Mausefalle klemmt.
Ein Schrei springt aus meiner Kehle, und ich presse mir entsetzt
die Hand auf den Mund.
Das Nachtfalterkätzchen brumsumselt leise und krabbelt
mit aufgestellten Flügeln an der Rasenkante hin und her.
Möglicherweise will es mir signalisieren, dass ich mich
nicht verraten habe, vielleicht drängt es aber auch zur
Eile.
Ich richte mich auf und sehe mich nach allen Seiten um. Der
Mond ist inzwischen hinter dem Nachbarhaus verschwunden, und
das Einzige, was ich höre, ist ein gleichmäßiges
Motorenrauschen, das von der innerstädtischen Schnellstraße
bis in unsere Wohnsiedlung herübergetragen wird.
Das Katzenjunge stößt ein weiteres klägliches
Maunzen aus.
„Hoffentlich ist deine Pfote nicht verletzt“, murmele
ich, während ich mich unter den Busch ducke. „Ich
kann dich nämlich unmöglich mit ins Haus nehmen.“
Ich krabbele auf die Katze zu, fasse sie unter dem Bauch und
fische sie mitsamt der Mausefalle aus dem Beet.
„Keine Angst, es wird alles gut“, sage ich leise und biege
als Erstes den Draht zurück, um das Pfötchen aus
der Falle zu befreien.
Die kleine Katze fängt an zu schnurren, und das Nachtfalterkätzchen
schwirrt nun aufgeregt um meinen Kopf herum.
„Ich schau jetzt mal, ob was gebrochen ist“, wispere ich
und taste vorsichtig die Pfote ab. Blut bemerke ich zum Glück
nicht, allerdings scheint der Kleinen die Untersuchung zu missfallen.
Sie miaut nun richtig laut und zieht ihre Pfote immer wieder
zurück.
„Schsch“, ermahne ich sie. „Wenn meine Mutter uns
hört, sind wir geliefert.“
Aber davon lässt sich die Katze leider nicht beeindrucken.
Erst als das Nachtfalterkätzchen sich zwischen ihren Ohren
niederlässt, hört sie auf zu maunzen und beginnt
wieder zu schnurren.
„Du bist vielleicht ein komisches Ding“, sage ich kopfschüttelnd. „Es
ist wirklich zu schade, dass du nicht sprechen kannst. Wenn
du mir jetzt nämlich noch erklären könntest,
wohin die Kleine gehört, dann müsste ich sie nicht
einfach ihrem Schicksal überlassen.“
Als hätte es nur auf diese Bemerkung gewartet, erhebt
sich das Nachtfalterkätzchen vom Kopf seines Schützlings
und flattert in Richtung Buchsbaumhecke.
Ich stecke meine Nase in das weiche weiße Fell und murmele: „Was
meinst du? Können wir ihm vertrauen?“
Eigentlich ist das für mich natürlich schon längst
keine Frage mehr. Das Nachtfalterkätzchen versteht nicht
nur meine Sprache, sondern hat auch alles dafür getan,
um diesem Katzenjungen zu helfen. Es ist offensichtlich, dass
die beiden auf irgendeine Weise zusammengehören. Und ich
kann mit Fug und Recht behaupten, dass mich noch nie etwas
so brennend interessiert hat wie das Geheimnis dieser außergewöhnlichen
Verbindung.

Das Nachtfalterkätzchen fliegt in einem Abstand von
ungefähr drei Metern vor mir her, und nachdem ich
gut zehn Minuten durch unsere Siedlung gelaufen bin, lassen
seine Kräfte sichtbar nach.
„Warte!“, rufe ich ihm zu. „Setz dich auf meine
Schulter. Ich glaube, ich weiß, wohin die Reise geht.“
Geahnt habe ich es ja längst, aber nun, da wir schon
eine Weile auf der Hauptstraße unterwegs und nur
noch wenige Schritte von der nächsten Straßeneinmündung
entfernt sind, bin ich mir sicher: Das Katzenjunge lebt
in der Minzstraße. Es gehört dem alten und neuen
Besitzer des mit Efeu überwucherten Spitzdachhäuschens.
Ich frage mich allerdings, wie es ausgerechnet in unseren
Garten geraten ist, denn der liegt mindestens einen Kilometer
von dort entfernt.
Das Nachtfalterkätzchen wendet ein wenig unbeholfen
und braust dann zielstrebig auf mich zu, landet jedoch
nicht auf meiner Schulter, sondern lässt sich wieder
leise summend auf dem Kopf seines Schützlings nieder.
Das Katzenjunge, das sich voller Vertrauen in meinen Arm
geschmiegt hat, öffnet sein rechtes Auge zu einem
Blinzeln.
„Also dann“, sage ich. „Hoffen wir mal, dass
deine Herrschaften schon wach sind.“
Ich versuche zu überschlagen, wie viel Zeit seit meinem
Aufwachen vergangen sein mag. – Vielleicht eine knappe
Stunde. Demnach wäre es jetzt etwa fünf. Die
Straßen sind zwar noch immer menschenleer, aber es
kommt mir so vor, als ob sich der Himmel über dem
Wäldchen schon ein wenig aufhellt.
Unwillkürlich muss ich an Mirja und Kristin denken.
Was die beiden wohl sagen werden, wenn ich ihnen nachher
von meinem nächtlichen Abenteuer erzähle? Ob
sie mir überhaupt glauben, dass es das Nachtfalterkätzchen
gibt? Oder andersherum: Würde ich an ihrer Stelle
nicht auch denken, dass ich sie auf den Arm nehmen will?
Vielleicht ist es besser, ich spreche erst gar nicht darüber.
Als ich die Minzstraße erreiche, halte ich für
einen Moment inne. Das Spitzdachhaus und sein verwilderter
Garten sind mir noch nie ganz geheuer gewesen. Vor zwei
oder drei Monaten haben ein paar Jungs aus dem achten Jahrgang
damit geprahlt, sich dort so etwas wie ein Geheimquartier
eingerichtet zu haben. Andere sagen, dass das Haus absolut
unzugänglich sei, und einige behaupten sogar, dass
es auf dem Grundstück spuke.
Ich bin nicht unbedingt abgeneigt, ihnen zu glauben. Andererseits
ist es wohl eine ziemlich normale Sache, dass sich Geistergeschichten
um ein seit Jahren leerstehendes Haus spinnen.
Mich erfasst der Grusel in dem Augenblick, als ich aus
dem Lichtkegel der letzten Straßenlaterne heraustrete,
ein Windzug durch die langen Halme des Brachlands raschelt
und ein kalter Hauch über meinen Nacken streicht.
Ich drücke die kleine Katze ein wenig fester gegen
meine Brust und laufe mit klopfendem Herzen weiter.
„Das geht doch alles mit rechten Dingen zu?“, wispere
ich. Meine Stimme klingt ängstlich und irgendwie fremd. „Ihr
seid freundliche Wesen und lockt mich nicht in eine Falle,
oder?“
Ich weiß, ich muss das nicht tun. Ich könnte
auf der Stelle umkehren und ein Stück weiter vorn,
dort, wo die Minzstraße noch beleuchtet ist, auf
das Heranbrechen des Tages warten. Aber irgendetwas, das
ich nicht fassen geschweige denn erklären kann, treibt
mich voran.
Ich will – nein, ich MUSS – dieses Katzenjunge
jetzt und sofort zu seinem Besitzer bringen.
Und so laufe ich weiter und zwinge mich, nicht auf meinen
pochenden Herzschlag zu hören. Vielleicht ist das
Ganze ja doch nur ein Traum.
Und dann erreiche ich das Spitzdachhaus sehr viel schneller
als ich erwartet habe. Plötzlich, so als hätte
es jemand von einer Sekunde auf die andere dort hingestellt,
ragt es düster und unheimlich vor mir auf. Ich habe
sogar schon die zerzauste Weißdornhecke passiert,
die es umgibt.
Die kleine Katze scheint zu spüren, dass wir an ihrem
Zuhause angekommen sind, denn sie fängt nun heftig
an zu zappeln.
„Halt bitte still“, raune ich ihr zu. „Ich darf
dich hier nicht einfach absetzen. Zuerst muss deine Pfote
versorgt werden.“
Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit, schließlich
kann ich gar nicht wissen, wie schwer sie tatsächlich
verletzt ist. Aber allein bei dem Gedanken, das Katzenjunge
aus dem Arm zu geben, habe ich das Gefühl, mich etwas
Drohendem schutzlos auszuliefern. Und deshalb halte ich
den kleinen Zappelphilipp energisch fest und schleiche
langsam auf den Hauseingang zu.
Plötzlich flackert hinter einem Fenster im Erdgeschoss
ein schwaches Licht auf. Ich bleibe wie angewurzelt stehen.
Das Nachtfalterkätzchen verlässt seinen Platz
zwischen den Ohren des Katzenjungen und krabbelt mit vibrierenden
Flügeln aufgeregt über meine Hand. Ich verstehe
nicht, was es mir damit sagen will, und ich traue mich
auch nicht, es danach zu fragen, sondern lasse meinen Blick
unverwandt auf die Haustür gerichtet, die sich nun
langsam öffnet.
|
|
|